
Von ikonischen Brücken bis hin zu komplexen Infrastrukturprojekten: Ney & Partners entwirft Bauwerke in Belgien, Luxemburg, Frankreich, Japan, Vietnam und darüber hinaus. Für ein Ingenieurbüro mit 150 Mitarbeitern – davon etwa 80 in Brüssel – sind Normen reine Formalität, sondern tägliche Realität.
„Die Eurocodes sind für uns wirklich die Grundlage für unsere Arbeit“, sagt Benoît Olislager, Ingenieur und Projektleiter. „Sie legen fest, was möglich ist und was nicht. Sie bilden den Ausgangspunkt für alle unsere Berechnungen.“
Für Projekte in Europa bilden die Eurocodes die gemeinsame Sprache. Sie sorgen dafür, dass Ney & Partners in verschiedenen Ländern mit denselben technischen Referenzwerten arbeiten kann, wobei lediglich Anpassungen an nationale Anhänge erforderlich sind. „Das gibt uns eine einheitliche Grundlage für die Zusammenarbeit mit Prüfstellen, Architekten, Kunden und Bauunternehmern.“
Dieser einheitliche Ansatz macht die internationale Zusammenarbeit effizienter und transparenter. Auch außerhalb Europas erweisen sich die Eurocodes als wichtige Referenz. In einigen Ländern werden sie vollständig übernommen, in anderen werden sie mit lokalen Vorschriften kombiniert, beispielsweise bei Erdbebenberechnungen. „Eurocodes sind international anerkannt. Wenn man sich darauf stützt, wird dies in vielen Ländern akzeptiert.“
Für ein Unternehmen, das auf mehreren Kontinenten tätig ist, bedeutet dies: weniger Unsicherheit, mehr Konsistenz und eine solide technische Grundlage.
Neben technischen Normen auch die ISO 9001 eine wichtige Rolle. Ney & Partners ist zertifiziert, und laut Benoît ist das mehr als nur eine Formalität. „Diese Zertifizierung ist eine Qualitätsgarantie für unsere Kunden. Sie zeigt, dass es eine Organisation gibt und dass dies von einer externen, neutralen Stelle überprüft wird.“
Die ISO-Struktur sorgt dafür, dass Projekte nach festgelegten Prozessen ablaufen: Die Unterlagen werden einheitlich aufgebaut, interne Kontrollen finden zu festgelegten Zeitpunkten statt und die Nachverfolgung ist systematisch verankert.
Bei komplexen Projekten mit großer Verantwortung ist das unerlässlich. „Es hilft uns, sicher zu sein, dass wir auf dem richtigen Weg sind.“
In Brüssel nutzen mindestens sechzig Mitarbeiter aktiv Normen. Das erfordert eine klare Struktur.
Früher arbeitete die Behörde mit Dokumenten auf Servern oder einzelnen Kopien. Dabei war es eine Herausforderung, Änderungen und neue Versionen im Blick zu behalten. Der Umstieg auf das NBN-Normenportal hat dies geändert. „Eine der größten Schwierigkeiten war früher, Neuerungen und Aktualisierungen im Blick zu behalten. Jetzt erhalten wir Benachrichtigungen, wenn sich Dokumente ändern.“
Der Zeitpunkt war kein Zufall. Ney & Partners befindet sich mitten im Übergang zur zweiten Generation der Eurocodes. „Es war der richtige Zeitpunkt, um sicherzustellen, dass wir nichts übersehen und stets mit den neuesten Versionen arbeiten.“
Ein weiterer wichtiger Vorteil ist der klare Status der Normen dem Portal: welche Version gilt, welche wurde ersetzt und ob ein nationaler Anhang verfügbar ist. „Dieser offizielle Status war früher nie ganz klar. Jetzt schon. Das ist ein großer Vorteil.“ Für Ingenieure, die mit großer Verantwortung arbeiten, ist diese Sicherheit entscheidend.
Innerhalb der Behörde sind drei Mitarbeiter für die Verwaltung des Normenportals zuständig. Sie sorgen dafür, dass Nutzer korrekt hinzugefügt werden und dass neuen Anforderungen Rechnung getragen wird.
Die Zusammenarbeit mit NBN verläuft laut Benoît reibungslos. „Unsere Fragen wurden bearbeitet, die Kontakte waren gut. Auch auf technische Fragen erhielten wir stets eine Antwort.“ Diese Erreichbarkeit ist wichtig, wenn Normen tägliches Arbeitsinstrument sind.
Benoît sieht das anders: Er glaubt nicht, dass Normen behindern.Normen eine Grundlage für die Arbeit und dafür, dass alle Partner von derselben Sache sprechen.“
Neue Lösungen erfordern manchmal zusätzliche Begründungen oder Tests, doch Innovation und Normenentwicklung beeinflussen sich gegenseitig. „Innovation hat Normen . Das zeigt, dass sie die Innovation nicht behindern.“
Laut Ney & Partners Normen also keine Einschränkung Normen , sondern eine solide Grundlage, auf der man weiter aufbauen kann – sowohl technisch als auch kreativ.
Nachhaltigkeit ist ein ausdrückliches Ziel unseres Büros. Dies spiegelt sich nicht nur in unseren Entwurfsentscheidungen wider, sondern auch in messbaren Analysen. Ney & Partners sammelt Projektdaten und ordnet ihnen einen CO₂-Äquivalentwert zu, um Projekte objektiv vergleichen zu können.
Ein wichtiger Grundsatz: Bestehende Strukturen sollten nach Möglichkeit erhalten bleiben. „Es ist besser, zu sanieren und die bestehende Struktur zu erhalten, als abzureißen und neu zu bauen.“
Auch hier Normen die technische Grundlage, die es ermöglicht, sichere, effiziente und ressourcenschonende Lösungen zu entwickeln.
Wenn Benoît den NBN-SloganTrusted Knowledgehört, findet er sich darin wieder. „Indem wir Versionen bündeln, ihren Status klar kennzeichnen und anzeigen, welche Norm die aktuellste ist, können wir sicher sein, dass wir mit den richtigen Dokumenten arbeiten.“
Für ein internationales Ingenieurbüro bedeutet das konkret: mit Sicherheit arbeiten. Und genau diese Sicherheit schafft Raum für das, was wirklich zählt – durchdachte Entwürfe, effiziente Strukturen und nachhaltige Lösungen.